Universität Flensburg

Lehrveranstaltungen Sommersemester 2010

Bildende Kunst / Dr. Christine Heil

121208i – Klangkunst - mit anderen die Stadt hörbar machen

Außerschulische Vermittlungsorte (BA Modul 6)
Di 10-12 U- 2 SWS
Beginn: Sa 10.4. um 15 Uhr in HG 633
und zusätzliche Blockseminare mit dem Klangkünstler Jakob Perko
Sa 10.4. 16-20 Uhr
So 11.4. 10-18 Uhr
Mo. 03.05.2010 10-14 Uhr
und Mo. 17.5. 10-14 Uhr

in Kooperation mit www.kunst-baustelle-leben.de

Ein Klangkünstler arbeitet mit Studierenden der Vermittlungswissenschaften, die mit Schülerinnen und Schülern oder Jugendlichen im Stadtraum von Flensburg arbeiten und Projekte mit ihnen durchführen und vielleicht sogar ausstellen, in der Ausstellung wwww.kunst-baustelle-leben.de in der Flensburger Neustadt.

Zum ersten Blocktermin Bitte möglichst mitbringen: mp3-Geräte, und ein Laptop, auf dem bereits das Programm Audacity installiert ist. Audacity® ist eine freie Open-Source-Software: www.lehrer-online.de/dyn/bin/563870-563973-2-audacity-tutorial_sie.pdf

Bitte melden Sie sich bereits im Moodle-Raum an, der Zugang kann bei mir erfragt werden: heil@uni-flensburg.de

121207i – Klangkunst - die Stadt hörbar machen

Kunstpraxis 3 und P3 Praktikums-Vorbereitung im Fach Kunst (BA Modul 4)
Mi 10-12 HG 636
Erster Termin 07.04.2010

Anrechenbare Praxisanteile und Projektideen können auch im Keramik-Seminar bei Susanne Koch realisiert werden: 121239i Susanne Koch- Klangobjekte aus Ton. Einführung in Keramiktechniken und die Benutzung des Brennofens.

Block Fr. 9.4. Abends / Sa 10.4. 10-16 Uhr (Basics und Projektbeginn) und noch zwei Freitag Abende: 23.4. und 7.5. (Projekt-Begleitung) HG 638

Das künstlerische Material für dieses Kunstpraxis-Seminar ist Klang, d.h. Lärm, Geräusche, Töne, Elektro-Sound, Akustische Ereignisse wie Rückkoppelungen, Wasserrauschen oder ein Nebelhorn.

Nach gemeinsamen Übungen und Auseinandersetzungen mit künstlerischen Arbeiten der Klangkunst sollen individuelle Klangkunstprojekte ist der Stadt erfunden und realisiert werden - in der Stadt kann Sound aufgenommen und an einen anderen Ort transportiert werden oder Stadtraum wird überhaupt hörbar gemacht (z.B. der Hall eines Tunnels oder die Raumausdehnung in einem Hinterhof oder wie können öffentliche Bänke, Fahrradständer oder Papierkörbe zum Klingen gebracht werden?) oder Stadtraum wird akustisch verändert (Wasserplätschern neben dem Gullideckel, eine Hörführung "7 Songs für 7 Orte" etc.).

121209i – Forschungsmethoden im Kunstunterricht

Kunstunterricht als Beobachtungs- und Forschungsfeld
Seminar (M.Edu (GH und RL) MODUL 2)

Forschendes Lernen
Mo 16-18 HG 633
Erster Termin 12.4.

Das Seminar steht in inhaltlicher Verbindung mit dem Seminar von Prof. Blohm 121203i Projekt: Planung, Durchführung und Auswertung einer eigener Forschungsfrage in Grund- und Hauptschule / Realschule

121210i – Kunst, Materielle & Visuelle Kultur

Seminar/Exkursion (MA KSM Modul 2)
Kulturelle Vermittlungsorte künstlerisch erforschen (z. B. das Völkerkundemuseum in Hamburg)
Mo 12-14 Uhr
Erster Termin 12.4.

Grundfigur des Seminars ist, kritische Theorien und Begriffe zu Kultur, doing gender, doing ethnicity, Bedeutungsproduktion, Identität etc. auf die so genannten "Displays" von Orten der Kulturvermittlung (Ausstellungen, Museen) anzuwenden und dabei u.a. experimentelle oder performative Verfahren der aktuellen Kunst aufzugreifen.

Oder: kulturelle Vermittlungsorte sollen mit kritischen Theorien und den Mitteln der Kunst gegen gelesen werden.

Die Displays von Museen sind die Verfahrensweisen des Ausstellens, d.h. die Praktiken, wie und welche Dinge, Bilder, Texte in einem inszenierten Ausstellungsraum mit einander verknüpft werden. Mit der Auswahl der Exponate und den besonderen Rauminszenierungen werden zugleich Deutungsangebote gemacht: Wie wird ein Besucher/eine Besucherin durch die Ausstellung geleitet – linear in einem Lehrpfad oder netzartig, wie viele und welcher Art Verhaltensgebote bzw. Verbote und Angebote gibt es, womit wird er/sie konfrontiert oder seine/ihre Aufmerksamkeit geweckt, welche Informationen werden für welche Besuchergruppe in welcher Form zugänglich gemacht, welche Sinne werden angesprochen, werden subjektive Sichtweisen oder Meinungen angeregt oder eher nicht, sind plurale Deutungen möglich etc.?

Der ästhetische, athmosphärische und performative Anteil ist hieran offensichtlich sehr hoch - aber kaum kritisch erforscht. Im Gegensatz zu Theater oder Film gibt es kaum Ausstellungskritiken, die dem spezifischen Medium Ausstellung gerecht werden. Aber beispielsweise haben zwei Museologinnen in Wien das systematisch getan: Sie haben drei große Museen - das Museum für Völkerkunde, das Natur- und das Kunsthistorische Museum in Wien - mit dem Blick auf die Kategorien gender und race analysiert. Aus der Studie werden wir im Seminar Texte lesen (Roswitha Muttenthaler/ Regina Wonisch: Gesten des Zeigens. Zur Repräsentation von Gender und Race in Ausstellungen. Bielefeld: transcript 2006)

Weitere Forschungsprojekte mit anderen Fragestellungen, siehe auch:

  • Dibosa, David/Victoria Walsh/Andrew Dewdney et al. (2008): „Tate Encounters. Britishness and Visual Culture research project“, siehe unter www.tate.org.uk/research/tateresearch/majorprojects/tate-encounters/ [18.03.2010].
  • Wienand, Kea (2007): „Wissen aus nationalen Zwischenräumen. Ein Projekt zwischen in Kassel lebenden russlanddeutschen Frauen und der Kunstvermittlung der documenta 12“, siehe unter www.documenta.de/826.html [18.03.2010]

In einem eigenen Projekt werden kritische Kultur-Theorien und Begriffe auf eine Institution der Kulturvermittlung angewandt. Dabei soll versucht werden, sich von Vorgehensweisen und besonderen Formen des Medieneinsatzes von Künstlerinnen und Künstlern, ggf. auch der Performance, anregen zu lassen und sie experimentell einzubeziehen. Zu Beginn des Seminars werden dafür konkrete Beispiele künstlerischer Arbeiten mit ethnografischen und kritischen Anteilen und Hintergründen vorgestellt und besprochen.

Ortsbegehungen und praktische Projektanteile machen mindestens zwei Fahrten zu dem jeweils gewählten kulturellen Vermittlungsort notwendig (z.B. das Völkerkundemuseum in Hamburg, oder ein anderer geeigneter Ort - geeignet ist z.B. jede kulturvermittelnde Institution, die brisante Fragen aufwirft).

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