Universität Flensburg

Body Images - Sozio-kulturelle Aspekte des Körpers

Inhalt

Vorwort

I Body-Images – Körperbilder
in Kontexten der Massenmedien
in Contexts of Mass Media

  • Jarosław Kulbat / Alicja Głębocka
    Is body image a self-schema activated by the mass media?
  • Isabel Rodde
    Attraktiv, erfolgreich, authentisch? Beobachtungen zum Thema Geschlechterbilder und Körperinszenierung in populären Medien
  • Manfred Blohm / Sabine Kriese
    Lebensweltentwürfe, Körper(re)präsentationen und Selbstinszenierungen im digitalen Zeitalter
  • Alicja Głębocka / Anna Hełka
    The contents and photos in popular women periodicals Do they only concern with a promotion of a beauty?
  • Alicja Głębocka / Anna Hełka
    Does regular reading of teenage magazines influence the perception of physical appearance?
  • Agnieszka Gawor
    Woman politician’s appearance in stereotyped perception by others. Content and structure
  • Jürgen Schwier
    Körperbilder des Mediensports

II Body-Images
Körperwahrnehmung und Kommunikation im Kontext von Gesundheitsbildung und Therapie
Body Awareness and Communication in Contexts of Health Education and Therapy

  • Claudia Plinz-Wittorf / Ines Heindl
    Körperbilder und ihre kommunikative Bedeutung
  • Alicja Głębocka / Barbara Schwaner-Heitmann
    Stereotypes of obese individuals in studies of German and Polish youth
  • Anga Engelke-Herrmannsfeldt
    Der Leib und die Sinne
    (K)ein Thema für die Physiotherapie(-ausbildung)?
  • Christine Heil im Gespräch mit Franziska Liesner
    Kommunikation in der Physiotherapie mittels visueller und nichtvisueller Bilder

Vorwort

Trotz der scheinbaren Selbstverständlichkeiten ist der Körper nicht objektiv in dem Sinne, dass Übereinkunft bestünde über Selbst- und Fremdwahrnehmungen, über Grenzen der Körperbeherrschung oder Möglichkeiten der menschlichen Gestaltung und der imaginären Entwürfe. Vielmehr ist mit jeder Sichtweise auf den menschlichen Körper zugleich ein Konzept von Körper gegeben, in dem sich das Wissen und die Erfahrungen strukturieren und fassen lassen. So ist der Körper Projektionsfläche für gesellschaftliche und kulturelle Normen und Ideale, aber auch vitaler Ausgangspunkt für die Erfindung imaginäre Welten. Neue Medientechniken und das Internet ermöglichen Bilderfindungen in sozialen Räumen computer- und webbasierter Kommunikation. Hier tritt die immer schon wirksame Paradoxie der Körperbildes noch einmal in neuen Zusammenhängen auf: Medien bilden ab und geben zugleich Anlass zu Gestaltung und Inszenierung. Der menschliche Körper ermöglicht Wahrnehmung und Erfahrung von Welt und ist zugleich Gegenstand von Beobachtung und Inszenierungen. Der Körper ist selbst Wahrnehmungsapparat und doch gibt es Körperzusammenhänge, die sich einer bewussten Wahrnehmung entziehen, weil wir kein Sinnesorgan dafür haben. Handlungsmacht, Gestaltungswille und Ohnmacht fallen im menschlichen Körper zusammen.

Der menschliche Körper steht immer wieder im Zentrum gesellschaftlicher Diskurse und ist häufig zentraler Forschungsgegenstand für unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen. Das Begriffspaar „Body Images“ verdeutlicht bereits, dass es in den hier versammelten Texten vor allem um Bilder des Körpers geht. Und diese Bilder sind vielfach wandelbar und verändern sich mit den sich wandelnden Kontexten und den Entwicklungen in Geistes- und Kulturwissenschaften, im Sport, in den Künsten und der Mode, in der Medizin und Gentechnologie, der Pädagogik und Gesundheitsbildung, mit Aufkommen von Fitness-Trend und Wellness-Bedürfnissen, den Massenmedien und der Eventproduktion und mit der Erfindung von virtuellen Welten im Internet bzw. des Web 2.0.

Das Buch ist im Rahmen einer Kooperation der University of Opole und der Universität Flensburg entstanden. Die Kooperation ist bereits interdisziplinär angelegt, das sie ihren Anfang mit dem Instytute of Psychology in Opole und dem Institut für Gesundheitsbildung sowie dem Fach Kunst an der Universität Flensburg nahm. Entsprechend ist die Textsammlung vor sehr unterschiedlichen fachlichen Hintergründen entstanden, wie der Psychologie, dem Sport, der Massenmedien oder Medienpädagogik, der Gesundheitsbildung und Physiotherapie, sowie der Ausbildung von Therapeuten. Und die Artikel stellen zum Teil Ergebnisse von Forschungen vor oder erarbeiten erste Standortbestimmungen für zukünftige Forschungen. Dafür werden unterschiedliche methodische Wege beschritten.

Auf diese Weise bietet die vorliegende Textsammlung einen Einblick in ausgewählte Aspekte des weitern thematischen Feldes. Wir wünschen uns, dass sie dem Leser oder der Leserin soviel Einblick in den jeweiligen Fachkontext ermöglichen, dass ein Interesse für weitergehende Auseinandersetzungen mit dem Thema „Body Images“ entsteht oder bereits Aussagen und Daten für eine weitere Forschung liefert.

Wir danken den Autorinnen und Autoren für die Bereitstellung der Texte.
Die Herausgeber, Oktober 2009

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